Es ist ja bekannt, dass wir durch die tägliche Dankbarkeitsübung unser Leben bedeutend verbessern können. Dies hat meine eigene Erfahrung und die Erfahrung mit vielen Klienten gezeigt. Es funktioniert. Wir werden dadurch glücklicher und ziehen bessere Lebensumstände an. Es ist sogar möglich, in kurzer Zeit damit aus tiefen Krisen herauszukommen. Schau dir meinen früheren Blogartikel an „Wie du durch Dankbarkeit dein Leben total auf den Kopf stellen kannst!“

 

Es besteht aber dennoch die Gefahr bei der Dankbarkeitsübung, dass wir unser Ego füttern und damit Trennungsbewusstsein pflegen. Dies führt in eine Sackgasse und wir kreieren damit nur neues Leiden.

Nicht sinnvoll ist es, wenn wir Dankbarkeitssätze im folgenden Stil pflegen:

  • Ich bin dankbar, dass ich von der Flutkatastrophe verschont geblieben bin
  • Ich bin dankbar, dass ich heute genug zu  Essen hatte
  • Ich bin dankbar, dass ich genug Geld habe, ein Dach über dem Kopf habe
  • etc.

Wenn Dankbarkeit in dem Bewusstsein praktiziert wird, dass ich dankbar sein kann, wenn es mir besser geht als anderen, wenn ich mehr habe als andere, dann füttere ich das Ego. So nähre ich Trennungsbewusstsein und programmiere neues Leiden vor.

Wie geht die Dankbarkeitsübung also ganzheitlich und nachhaltig?

Die höchste Stufe der Dankbarkeit ist dankbar zu sein für „Alles, was ist“ für das Wissen um die Quelle, worin alles enthalten ist und woraus alles entsteht. Es ist die Dankbarkeit für die Schöpfung in all ihren Facetten und Formen. Das kann sich zeigen, indem du dankbar bist für die Natur, die du erlebst, für deine schönen Begegnungen mit anderen Menschen oder für die Freude, die du erlebst – in dem Wissen, dass DU all das BIST, was du erlebst.

Wahre Dankbarkeit hat nie damit zu tun, sich mit anderen zu vergleichen. So kann man sogar dankbar für Dinge sein, die auf den ersten Blick gar nicht positiv aussehen. Da ich nicht weiss, für was alles schlussendlich gut ist, kann ich aus dieser Perspektive heraus für alles dankbar sein, was geschieht. Wie oft war ich im Nachhinein für eine Unannehmlichkeit dankbar, weil es mich zu grösserem Glück geführt hat? Daher kann ich gleich sofort dafür dankbar sein, ohne darauf warten zu müssen, bis ich später einmal den Sinn einsehe. Somit bin ich heute dankbar für alles, was ist und was geschieht, im Wissen, dass alles in die allumfassende Liebe führt und dass alles in Wahrheit nur Liebe ist.

Für die Dankbarkeitsübung nimmst du also ein Heft oder ein Word-Dokument auf dem PC und schreibst dir jeden Tag das Datum hin und darunter 5 bis 7 Dinge, wofür du dankbar bist. Denke nicht zu weit und nimm das, was dir gerade spontan einfällt. Es macht auch nichts, wenn du dich wiederholst und wieder dasselbe aufschreibst. Du kannst das jeweils am Abend vor dem Einschlafen machen und idealerweise zusätzlich noch am Morgen nach dem Aufstehen. Bei Fragen stehe ich dir gerne zur Verfügung.

Ich wünsche dir viel Freude und Erfolg mit der Dankbarkeitsübung.

Herzlichst

Sara

 

 

 

 

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