Wer sich mit Traumdeutung etwas befasst hat, weiss, dass alles, was im Traum passiert, einen Teil unserer Selbst symbolisiert. Personen, Tiere oder Landschaften, die wir gefährlich oder abstossend finden, stellen einen Teil unserer Selbst dar.

Ungeliebte Anteile der Persönlichkeit und ihre Integration
Jeder hat schon einmal einen Verfolger im Traum erlebt oder wurde bedrängt. In panischem Entsetzen wachen wir dann oft auf. Ein solcher Traum kann für die eigene Persönlichkeitsentwicklung genutzt werden. Können wir die Botschaft des Traumes verstehen und gelingt es uns, diesen ungeliebten Anteil anzunehmen, werden auch die Träume versöhnlicher. Wenn wir uns bewusst vornehmen, das nächste Mal im Traum mit dieser Situation anders umzugehen, ist das möglich. Nach einer Phase des Ringens mit einem ungeliebten Anteil von uns, kann es sein, dass wir der gleichen Traumfigur wieder begegnen. Doch dieses Mal kommt es nicht zum Kampf. Wir erkennen, dass dieser Verfolger auch liebenswerte Züge hat und können uns sogar mit ihm versöhnen. Dies kann eine sehr tiefgehende und befreiende Erfahrung sein.

Der Traum findet im Traum statt – und auch unsere Realität ist nichts weiter als ein Traum
Jeder weiss es eigentlich oder hat es schon gehört: Alles ist eins. Wir sind alle eins. Es gibt keine Trennung. Schon Jesus hat gesagt: „was du jemandem anderen antust, tust du dir selbst an“.

Alle Situationen und Menschen, die dir im Leben begegnen, bist also auch du. Und auch sie zeigen dir ganz genau, wo du noch ungeheilte Anteile hast. Sie zeigen dir, wo du dich selbst noch nicht angenommen hast. Kritisierst du dich innerlich ständig selbst, wirst du in deiner Realität von anderen Menschen kritisiert. Hast du eine unterdrückte Wut, begegnen dir Menschen immer wieder mit Wut. Liebst du dich selbst vollumfänglich, erfährst du von anderen Menschen nur Liebe…  Deine äussere Welt zeigt dir also ganz genau, wie es in dir aussieht.

Einen Traum würden wir als nicht „real“ und als Fantasie bezeichnen. Doch genau so wenig real ist unsere Wirklichkeit. Auch sie ist nur ein Traum, eine Fantasie. Und du bist der, der sie träumt. Das bedeutet folglich auch, dass du als „Ich“ nicht wirklich real bist. Real ist nur der/die/das, was dies alles träumt.

Es ist gut zu wissen, dass es im Traum keinen wirklichen Grund gibt, vor etwas Angst zu haben. Wir alle wissen, dass wir da nicht wirklich etwas zu verlieren haben. Wir können jederzeit aufwachen.

Herzlichst

Sara

 

Copyright: Sara Romei

 

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.