Energie macht unser Leben aus. Woher kommt Energie überhaupt? Leben ist Energie – Energie ist Leben. Energie ist grundsätzlich immer vorhanden und steht uns zur Verfügung, wenn wir uns in unserem natürlichen Zustand aufhalten und uns nicht dagegen verschliessen. Indem wir jedoch Gefühle unterdrücken, lassen wir diesen natürlichen Zustand nicht zu.

Wie geschieht das genau? Hier die drei wichtigsten Zusammenhänge:

1. Verdrängte Gefühle rauben uns sehr viel Energie, erstens, weil sie selber eine grosse Menge an Energie enthalten und uns diese Energie so nicht mehr zur Verfügung steht, und zweitens benötigt es nochmals mehr Energie, um die Gefühle ständig zu unterdrücken und unten zu halten. Unterdrückte Gefühle, die nicht gefühlt werden können und nicht gefühlt werden wollen, machen uns müde, bis hin zur Depression.

2. Besonders viel Energie raubt es uns, wenn wir etwas erlebt haben, womit wir nicht einverstanden sind, was wir nicht akzeptieren können. Vielleicht hätten deine Eltern anders sein sollen, du hättest das Mobbing nicht erleben dürfen, hättest das Studium nicht abbrechen sollen, hättest das und das nicht erleben sollen etc. Du kämpfst gegen gewisse Dinge an, mit dem unbewussten Wunsch, diese rückgängig zu machen. Du kannst diese Geschehnisse innerlich nicht wahrhaben. Das bedeutet, dass ganz viel Energie gebunden ist in diesem Kampf gegen etwas, das schon lange vorbei ist.

3. Hier ein typisches Beispiel einer Verdrängung: Nehmen wir die Trennung von der ersten grossen Liebe. Es tut weh, doch wir möchten die Traurigkeit nicht fühlen und so können wir uns in dieser Zeit, während einigen Wochen, intensiv einer Sportart oder der Arbeit hingeben, um diese Gefühle nicht zu fühlen. Das funktioniert tatsächlich. Die Folge davon ist aber, dass diese verdrängte Trauer uns das ganze Leben lang beschäftigt und das ganze Leben lang Energie benötigt. Das kann dazu führen, dass bei einem ähnlichen Ereignis einer Trennung, diese verdrängten Gefühle versuchen hochzukommen. Es kann sein, dass wir uns in Situationen traurig fühlen, wo wir gar nicht wissen, woher die Traurigkeit kommt. Das führt auch dazu, dass wir solche Situationen des Verlassenwerdens wieder herbeiführen, weil das Unbewusste den Wunsch hat, diese ursprüngliche Situation zu lösen und zu heilen. Wenn wir uns nicht bewusst damit auseinandersetzen, sorgt das Unbewusste dafür, dass diese Situation in unserem Leben wieder aufkommt. Es kostet so viel Energie, diese Traurigkeit zu unterdrücken und es macht definitiv Sinn, diese Dinge zu lösen.

Das kleine Kind beginnt bereits sehr früh darunter zu leiden, dass es sich hilflos und alleine fühlt. Es lebt mit der Erfahrung von Angst, Hilflosigkeit und Alleinsein. Es beginnt schnell damit, sich Bilder auszumalen, wie es sein sollte. Es denkt dann: „wenn ich dann einmal so gut bin, stärker als die anderen, erfolgreicher, mehr weiss, keine Fehler mehr mache, mich anderen nützlich mache oder was auch immer, dann werde ich mich nicht mehr schwach und hilflos fühlen und werde nicht mehr allein sein müssen“.

Diese Bilder beginnen dann, uns zu steuern. Das hat die Folge, dass wir nicht mehr bei uns sind, sondern bei den Bildern und, dass wir nicht mehr wirklich fühlen, was wir möchten und wünschen. Wir werden von unserer Vorstellung bestimmt, wie wir sein sollten. Das hat zur Folge, dass das Leben entfremdet ist. Wir sind buchstäblich entfremdet von uns selbst. Weil diese „Ich Sollte“, fixiert und unnachgiebig sind, sind wir auch ständig in einem Gefühl nicht gut genug zu sein. Wir sollten keinen Fehler machen etc. Dies ist aber unmöglich und so werden wir immer wieder das Gefühl haben, ein Versager zu sein.

Diese Bilder bringen uns nicht nur von uns weg, sondern fressen unglaublich viel Kraft. Dein Leben ist nicht mehr dein Leben. Die Energien sind nicht mehr für dich verfügbar, sondern werden gebraucht, um einem ausgedachten Selbstideal hinterherzurennen.

Was sind deine „Ich Sollte“? Wo fühlst du dich getrieben und unfrei?

Gerne begleite ich dich auf deinem Weg in deine Kraft.

Buche dir ein kostenloses Info-Gespräch, wo ich gerne deine Fragen beantworte.

Herzlichst

Sara

 

 

 

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