Wer unter unbewusster Depression leidet, ist meist auf der Suche nach Energie an allen falschen Orten.

Aus yogischer Sicht wird Depression nicht als psychische Störung angesehen, sondern als Energieproblem. Depression bedeutet einfach, dass sich Energie nicht bewegt. Energie bewegt sich nicht, weil wir sie nicht fliessen lassen, da wir festhalten, etwas wollen.

Das Wort „Energie“ ist in aller Munde: Energiekrise, Energy Drinks, Energieriegel, erneuerbare Energien etc. Wissenschaftler haben viele Millionen und viel Zeit aufgewendet, um die Geheimnisse der Energie im physischen Körper und auf dem Planeten zu entschlüsseln. Wir leben in einem Meer von Energie und fühlen mit jedem Tag, dass wir immer mehr brauchen, um zu überleben.

Es war bis anhin normal für die meisten von uns, Energie von ausserhalb von uns selbst zu bekommen. Wenn wir uns schlecht fühlten, griffen wir einfach nach Koffein und anderen Stimulanzien: Zucker, Alkohol, Drogen, Arbeit, laute Musik, Sport mit hohem Adrenalineffekt, etc. Wir konnten auch Energie von anderen Menschen bekommen, indem wir Dinge taten, um ihre Anerkennung und Aufmerksamkeit zu gewinnen. Unbewusst wurden die gleichen Resultate durch Drama, Konflikte oder dem Verweilen in der Opferrolle erzielt. Alle diese erwähnten Beispiele zeigen die Strategien des Egos, um sich mit Energie zu versorgen.

Doch irgendwie haben sich die Regeln des Spiels geändert, die Zeit hat sich verändert und vielleicht hast du auch schon bemerkt, dass die Suche nach Energie ausserhalb von uns selbst immer weniger funktioniert. Du bemerkst vielleicht, dass die Dinge, die dir einst Energie gaben und dich gut und sicher fühlen liessen, nicht mehr den gleichen Effekt haben.

Unbewusste Depression kann sich innerlich wie eine leichte Apathie oder Taubheit anfühlen. Du fühlst dich vielleicht wie etwas eingefroren dir selbst und deinen Gefühlen gegenüber.

Weitere Symptome einer unbewussten Depression:

  • Was dir in der Vergangenheit Freude bereitete, ist nicht mehr attraktiv und du hast manchmal das Gefühl, dass das Leben wenig oder gar keinen Sinn mehr macht.
  • Du gleichst diese innere Leere aus, indem du zu viel oder gar nicht schläfst.
  • Du fühlst dich klein, ohnmächtig, vernachlässigt oder abgelehnt.
  • Du hast manchmal wenig Geduld oder Toleranz für andere – du siehst gewisse Menschen als Hindernisse auf deinem Weg.

Unbewusste Depression hat zu tun mit dem Abbau des Egos und ist Teil eines wichtigen Bewusstwerdensprozesses. Das Ego ist aufgebracht, weil es nicht mehr den gleichen Einfluss auf das Leben hat wie zuvor – alle üblichen Tricks funktionieren nicht mehr. Dies lässt uns leiden.

Was kannst du tun? Wie können wir diesen Prozess unterstützen?

Indem du dir die Frage stellst:

  • Was wäre, wenn ich nichts tun könnte, um Energie von aussen zu bekommen? Wenn ich ohne jeglichen Kick leben müsste?
  • Was wäre, wenn sich meine Herzenswünsche nie erfüllen würden?
  • Was wäre, wenn ich dieser inneren Leere nicht enkommen könnte?

Nun gehe ganz in diese Gefühle. Wie lässt dich das wirklich fühlen?

Heisse alle diese Gefühle willkommen und bleibe eine Weile da. Du darfst alle diese Gefühle fühlen.

So kann ein Loslassen stattfinden und nach und nach das Finden deiner wahren Essenz. Dies soll hier aber nicht dein Fokus sein. Es geht um die vollständige Hingabe an das, was ist. Hör auf, gegen deine Wirklichkeit anzukämpfen und nimm dich selbst, dein Leben und das, was gerade ist, mit Liebe und Mitgefühl für dich selbst an.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest oder dich auf deinem Weg von mir begleiten lassen möchtest, biete ich dir gerne meine Unterstützung an.

Herzlichst

Sara

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